Vorwort

Um den Zeitpunkt der Pubertät herum entwickeln sich die Beziehung zwischen den Menschen verschiedenen Geschlechts. Sexuelle Beziehungen zueinander und die Probleme die daraus resultieren können sind von manchen Jugendlichen schwer zu verarbeiten. Echte Liebe ist mehr als nur Sexualität, neue bisher unbekannte Gefühle entstehen, die verbunden sind mit Herzklopfen, Tränen und der Angst den Anderen durch einen Fehler zu verlieren. Viele Fragen treten jetzt in den Vordergrund. Gebe ich mich so, wie mein Partner(in) es von mir erwartet oder halte ich mich zurück, weil ich nicht weiß, ob mein Partner(in) mich nur testen will? Meint sie oder er es auch wirklich ernst mit mir? Ist es Verliebtheit oder Liebe oder sexuelles Verlangen? Ist mein Partner(in) vielleicht noch genauso unsicher, wie ich selbst?
Das ist sehr schwer heraus zu bekommen, letztlich muß das jeder für sich selbst herausfinden, denn dafür sind die Menschen zu verschieden. Dennoch ist man vor einer Enttäuschung und vor Schmerz nicht gefeit.
Der Umgang mit dem Partner(in) geht über das genaue Kennenlernen, das Austesten, die Verliebtheit und die Liebe bis zur echten Partnerschaft. Die übereinstimmenden geistigen und gefühlsmäßigen Faktoren weisen oft den Weg in eine gut funktionierende Partnerschaft. Gleichartiges Denken und Fühlen, das für einander einstehen, das Verständnis und die Verantwortlich für den Partner(in) sind wichtige Aspekte für ein gemeinsames Leben. Grundlage einer Liebe zwischen zwei Menschen ist das selbstverständliche, gegenseitige Geben und Nehmen.
Eine echte Partnerschaft erleichtert auch das Bewältigen von Schwierigkeiten im Alltag. So ist auch eine zeitlich abgesprochene Familienplanung ein wichtiger Faktor. Ein gewolltes Kind ist immer ein Kind der Liebe. Ein nicht erwünschtes Kind ist oft ein Kind, daß mit Zweifel behaftet ist. Aber auch ein unerwünschtes Kind kann einen Partner in Angst und Schrecken versetzen. Diskußion über Abtreibung sind die Folge. Man sollte erst einmal Ruhe bewahren, über die Situation nachdenken und sich dann zusammensetzen. Oft sind Eltern und Großeltern bereit sich an der Diskußion zu beteiligen. Sie können auch mit Rat und Tat unterstützen. In diese Gespräche sollten auch die psychologischen Ursachen und Wirkungen einer Abtreibung einfließen. Bei der Entscheidung muß unbedingt auf die Nachwirkungen für die Partnerschaft nachgedacht werden. Kinder sind ein Geschenk Gottes.
Es ist nicht immer leicht, diese oder auch andere Entscheidungen zu treffen, aber grundsätzlich kann man sagen, daß ein ruhiges, durchdachtes Gespräch unter verantwortungsbewußten, sich liebenden Partnern zu einem für alle befriedigendem Ergebnis führt.